Museumsinsel Berlin

Ein Highlight der besonderen Art ist die Museumsinsel in Berlin

Falls Sie in Berlin Urlaub machen und nach einem interessanten Event suchen, ist der Besuch der Museumsinsel auf jeden Fall zu empfehlen. Diese befindet sich im Berliner Stadtteil Mitte. Zu erreichen ist sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn Sie einen Besuch der Insel planen, erwartet Sie eine interessante, unterhaltsame und lehrreiche Ausstellung.

Wie hoch sind die Eintrittspreise und wo gibt es Karten?
Es stehen unterschiedliche Modelle zur Verfügung. Falls Sie einen längeren Aufenthalt in Erwägung ziehen, könnte der Museumspass eine Option sein. Der Normalpreis liegt bei 29 €, ermäßigt 14,50 €. Er ist drei Tage gültig und berechtigt Sie zum Eintritt in über 30 Museen in Berlin. Das Tagesticket für fünf Ausstellungen kann ab 19 € erworben werden. Falls Sie Interesse an nur einem Museum haben, gibt es die Möglichkeit, ein Zeitfensterticket zu bestellen. Dies ist ab 12 € zu erhalten. Bestellen können Sie die Tickets auf den verschiedenen Internetseiten von Berlin oder beim Anbieter Tiqets. Bei der Buchung von Onlinetickets entfällt auch die Wartezeit an der Kasse.

Alte Nationalgalerie

Die schönsten Touren zur Museumsinsel

Die Touren werden entweder zu Fuß, mit dem Rad oder per Schiff angeboten. Ein Reiseführer oder Guide sind immer dabei. Dieser kennt sich aus und weist seine Gäste auf die interessanten Gebäude hin. Die Bootstour zur Museumsinsel kann auch abends stattfinden. Dann erstrahlt alles in einem speziellen Licht. Dies prägt den Besuch noch einmal. Führungen durch die unterschiedlichen Ausstellungen sind weiterhin möglich. Diese werden von einem fachkundigen Guide begleitet, der viel über die Gebäude erzählen kann.

Die verschiedenen Museen und ihre Ausstellungen
Die fünf weltberühmten Museen sind:

  • Bode Museum
  • Neues Museum
  • Alte Nationalgalerie
  • Pergamonmuseum
  • Altes Museum

Dazu kommt noch die James-Simon-Galerie, die als Besucherzentrum fungiert. Hier sind Informationen zu allen Ausstellungen erhältlich. Das Bode Museum steht an der Spitze der Museumsinsel. Es beherbergt etwa 100 Gemälde sowie Skulpturen, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert reichen. Bekannte Künstler sind Donatella, Canova oder Bernini. Werke von einigen deutschen Bildhauern sind weiterhin zu sehen. Die byzantinische Kultur zeigt Exponate aus dem Mittelmeerraum. Alltagsgegenstände oder Kunst wird hier vorgestellt. Ein weiteres Highlight ist das Münzkabinett. Diese ist die umfangreichste Sammlung in Deutschland. In der Alten Nationalgalerie kommen die Kenner der Malerei auf ihre Kosten. Einige beachtliche Kunstwerke werden hier gezeigt.

Dazu zählen: Claude Monet, Casper David Friedrich, Edouard Manet, Auguste Renoir oder Adolph Menzel. Insgesamt sind etwa 4000 Gemälde und Skulpturen zu bewundern. Diese sind auf drei Ebenen chronologisch aufgebaut. Das Alte Museum besitzt Schätze aus dem antiken Griechenland. Dazu zählen Vasen, Skulpturen oder Relikte dieser Epoche.

Bodemuseum

Den Exponaten der Etrusker ist das Obergeschoss gewidmet. Sehr beliebt bei den Besuchern sind die Bilder von Julius Caesar und Kleopatra. Ebenfalls ein Blickfang sind die Statuen „Göttin von Tarent“ sowie die „Berliner Göttin.“ Das Neue Museum kann mit spannenden Objekten glänzen. Auf etwa 800 m² werden rund 9000 Exponate vorgestellt. Diese sind auf vier Ebenen zu bewundern. Das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung sind auf dem Nordflügel zu finden. Das Highlight ist die Büste der Nofretete, die immer wieder unzählige Besucher anlockt.

Bemerkenswerte Werke der Vor- und Frühgeschichte gibt es auf einer weiteren Ebene. Höhepunkte sind der „Berliner Goldhut“ und die Troja Sammlung von Heinrich Schliemann. Im Pergamonmuseum befindet sich die Islamische Kunst, die Antikensammlung und das Vorderasiatischen Museum. In Letzterem sind 270.000 Objekte zu sehen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Highlight der islamischen Kunst sind das Ischta-Tor, die Steinfassade des Kalifenschlosses Mschatta und das Aleppo-Zimmer.

Die beeindruckenden Gebäude

Wenn Sie die Museumsinsel besuchen, können Sie nicht nur die grandiosen Ausstellungen bewundern, sondern auch die interessanten Gebäude, in denen sie untergebracht sind. Als Standort wurde die Mitte von Berlin gewählt, dieselbe Stelle, an der die Stadt gegründet wurde. Das Alte Museum war das erste Bauwerk, welches entstand. Es wurde zwischen 1823 und 1830 vom Bauherr Schinkel erstellt. Es wird dem Baustil des Klassizismus zugeordnet. Im Inneren wurde als Vorbild das römische Pantheon gewählt.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine Erweiterung des Alten Museums geplant. Der Architekt Stüler erbaute das Neue Museum im klassizistischen Stil. Nach Renovierungen wurde in den Räumlichkeiten eine harmonische Verbindung mit modernen Elementen erreicht. Ähnlich einem griechischen Tempel erscheint die Alte Nationalgalerie. Friedrich Wilhelm IV. hatte die Idee, dieses Museum so zu bauen. Die Architekten Stüler und Strack verwirklichten dieses Vorhaben. Im Jahr 1978 wurde es geöffnet.

Museumsinsel

Das Bode Museum wurde 1904 eröffnet. Neubarock nennt sich die Bauweise. Auffällig ist hier die prächtige Kuppel. Das Innere des Gebäudes ist ebenfalls sehr beeindruckend. Fünf Innenhöfe und prunkvolle Hallen sind hier zu bewundern. Das Pergamonmuseum ist das jüngste. Es wurde 1930 eröffnet. Der Baustil ist Neoklassizismus. Das Innere ist ebenso imponierend wie die Außen Ansicht. Die herrlichen Reliefs begeistern immer aus Neue.

Die Geschichte und der historische Hintergrund der Museumsinsel

Im Mittelalter war das Gebiet der heutigen Museumsinsel Sumpfland. Diese wurde im 17. Jahrhundert kanalisiert und die ersten Gebäude wurden errichtet. Zuerst kam der Lustgarten, danach der Pomeranzenhof. Dieser diente zur Aufbewahrung von exotischen Pflanzen. Später wurde noch der Packhof errichtet, an dem verschiedene Güter lagerten. Als diese Nutzung immer weniger wurde, war der Gedanke, ein Museum zu errichten, geboren.

1797 war es der Archäologe Hirt, der König Friedrich Wilhelm I. den Vorschlag machte, ein Museum für Kunstschätze anzulegen. Danach erfolgte im Jahr 1810 die Kabinettsorder, die Ausstellung anzulegen. Der Stadtplaner Schinkel legte die ersten Pläne vor, bei denen es um die Begradigung des Kupfergrabens ging. Brücken und Museen sollten danach entstehen. Der Schriftsteller Wilhelm von Humbold bekam die Aufgabe, das Museum einzurichten.

Danach ging es Schlag auf Schlag. In den nächsten Jahren wurden immer mehr Ausstellungen gegründet, restauriert, wiedereröffnet und heute steht die Museumsinsel als UNESCO-Weltkulturerbe auf der Liste. Die Museumsinsel verzeichnet jedes Jahr unzählige Besucher. Die beliebteste Ausstellung ist das Neue Museum mit über 800.000 Gästen. Dicht gefolgt vom Pergamonmuseum, das ebenfalls auf eine stattliche Zahl mit über 800.000 Gästen kam.

Die Alte Nationalgalerie hatte 376.00 Gäste, danach kam das Bode Museum mit 260.000 Besuchern. Schlusslicht ist das Alte Museum mit einer Zahl von 204.000 Gästen. (Stand 2019) Die Eröffnung der James-Simon Galerie brachte noch einmal einen großen Besucherandrang mit sich. Nicht nur Infos gibt es hier, auch der Zugang zu den unterschiedlichen Museen kann von hier aus stattfnden.

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