Der Viktoriapark – Sehenswürdigkeit in Berlin

Der Park bietet einige stille, verträumte Kleinode, wie zum Beispiel die „Wolfsschlucht“ in der Kriegsgrube. Diese befindet sich östlich des Denkmals. An den drei Quellen am Ende des Wasserfalls fühlt man sich wie im Schwarzwald, da es sehr dicht bewachsen ist und der Wasserfall in kleine Bäche und einen Teich übergeht. Das Gärtner- und das Maschinenhaus von damals ist heute eine Gaststätte. Es befindet sich auch eine Bronzeskulptur von Ernst Gustav Herter aus dem Jahr 1896 genannt „Seltener Fang“ im Park. In dieser Zeit grenzte das Gebiet des Parks noch an ein Militärgelände. Unter Albert Brodersen wurde dieses Gebiet zum Viktoriapark dazu gefügt. Es sind heute große Wiesenflächen mit viel Platz für ein Picknick oder für Sport. Der Park hat daher eine Größe von 13 Hektar. Von Erwin Barth und Leo Kloss wurden auch noch Sportanlagen gebaut. Der Park ist für groß und klein sehr beliebt. Es gibt einen Spielplatz mit Holzklettergeräten und einem großen Sandkasten. Zwischen den Spiel- und Sportplätze befindet sich das sogenannte „Golgatha“. Hier herrscht tagsüber regen Treiben in den Kneipen und Biergärten und nachts übernehmen die Discotheken, die langen Kieznächte sind sehr bekannt.

Geschichte

Der Viktoriapark und Kreuzberg sind die höchsten Erhebungen in der Innenstadt von Berlin. Schon vom 16. bis 18. Jahrhundert wurde auf diesem Hügel in Kreuzberg Wein angebaut. Die Überlegung daraus einen Park zu erschaffen, kam im Jahr 1888. Hermann Mächtig erstellte die Pläne und setzte diese von 1888 bis 1894 in die Tat um. Die Grundsteinlegung war allerdings schon im September 1818. Da begann der Baumeister Karl Friedrich Schinkel ein Denkmal als Symbol über die Befreiung von Napoleon Bonaparte zu errichten. Er fertigte es aus Gusseisen im gotischen Stil an, was beides für Vaterland steht. Das Nationaldenkmal war der Grund, dass der Viktoriapark erschaffen wurde. Es stand 70 Jahre in einer öden Umgebung im Süden von Berlin. Der frühere Name von Kreuzberg war, Tempelhofer Berg. Der Titel für den Park geht auf die Gattin von Kaiser Friedrich III zurück. Er lebte von 1831 bis 1888 und war bei dem Beginn der Planung des Parks an der Macht, allerdings nur 99 Tage. Seine Gemahlin war Viktoria, die Tochter von Queen Victoria. So entstand der Name Viktoriapark, als Erinnerung an die Kaiserin mit Wurzeln aus dem englischen Königshaus. Wie man jetzt vielleicht vermutet, könnte auch der Park britisch gestaltet sein, dies ist aber nicht der Fall. Im Jahr 1894 entstand die Gebirgslandschaft, angelehnt an den Zackenfall im Riesengebirge mit einem wilden Wasserfall. Dieser Ort ist sehr romantisch und typisch deutsch errichtet worden.

Das eiserne Kreuz, der Verdienstorden über den Sieg gegen Napoleon Bonaparte diente Schinkel als Grundriss für das Denkmal. Anlässlich der Einweihung des Denkmals wurde die Anhöhe Kreuzberg genannt. Die Spitze ist 66 Meter über NN auf einem 8 Meter hohen Sockel. Dieser kam 1878 dazu, da das Gebiet immer mehr besiedelt und bebaut wurde und man sollte das Denkmal auch aus der Ferne erkennen können. Dieser achteckige Sockel stammt von Johann Strack. Die 12 Figuren stammen von Christian Daniel Rauch, Christian Friedrich Tieck und Ludwig Wichmann. Diese tragen die Porträts der Mitglieder des Königshauses, sowie der preußischen Generäle. Von dem Denkmalsockel aus hat man einen atemberaubenden Blick über Berlin.

Seit 1980 steht der Viktoriapark als erste Grünanlage unter Denkmalschutz. Im Jahr 1983 wurde dem Park noch Rosengarten ein hinzugefügt. Es ist auf jeden Fall eins von den tollen Sehenswürdigkeiten in Berlin mit Geschichte, die man sich anschauen sollte.

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